Über private Sammlungen von Diamanten dringt nur wenig an das Licht der Öffentlichkeit, viele vermögende Sammler und Liebhaber von Diamanten bleiben lieber anonym und bauen ihre Sammlungen im Verborgenen auf. Dennoch gibt es einige wenige private Kollektionen, über die zumindest teilweise Informationen zu finden sind.

1. Die Kronjuwelen des britischen Könighauses

Sie gelten als die umfangreichste und wertvollste Sammlung von Schmuck und Diamanten weltweit, dementsprechend sicher aufbewahrt im Tower of London, einer stark gesicherten Burg im Herzen der englischen Hauptstadt. Das Jewel House und die Sammlung sind der Öffentlichkeit zugänglich und können besichtigt werden. Was viele Besucher nicht wissen: Nach einem Anschlagsversuch in den 70er Jahren wurden die öffentlich ausgestellten Kronjuwelen gegen sehr gute Kopien ausgetauscht. Die königliche Sammlung umfasst über 2800 Diamanten, viele davon gefasst in Kronen, Szepter und prachtvollen Schmuck. Unter ihnen auf zwei der bekanntesten und wertvollsten Diamanten der Welt, der sagenumwobene Koh-i-Noor sowie der große Stern von Afrika, auch bekannt als der erste Cullinan.

2. Die Aurora Sammlung 

Diese Kollektion, auch bekannt als die Aurora Pyramide der Hoffnung, besteht aus 296 Diamanten und wurde von den amerikanischen Sammlern Alan Bronstein und Harry Rodman im späten 20. Jahrhundert über einen Zeitraum von 25 Jahren aufgebaut. Sie umfasst ausschließlich farbige Diamanten in verschiedenen Schliffformen, die nach Größe geordnet auf einer Pyramide aufgesteckt sind, was auch den Namen erklärt. Die Dauerausstellungkann ebenfalls in London besichtigt werden. Das Gesamtgewicht in Karat beträgt fast 268, die umfangsreichste Privatsammlung farbiger Diamanten weltweit. Über den Wert bewahrt Bronstein, der sich einmal in einem Interview zur Sammlung äußerte, Stillschweigen, Experten schätzen die Kollektion heute auf eine hohe zweistellige Millionensumme, eventuell sogar fast 100 Millionen Dollar. Ein im Wortsinn glänzendes Geschäft, denn Mitte bis Ende des letzten Jahrhunderts waren farbige Diamanten in Vergleich zu farblosen weniger gefragt und günstiger, heute verhält es sich oft andersherum.

3. Die Iranian Yellows

Eine einzigartige Sammlung die von Nasseridin Shah Ende des 19. Jahrhunderts zusammengetragen wurde und heute im Besitz des iranischen Staates, sicher in den Satzkammern des Landes verwahrt. Unter den gelblichen Diamanten, daher der Name, befinden sich mehrere Steine über 100 Karat, einer mit über 150 Karat, einer mit 140 Karat, einer mit 135 Karat. Es handelt sich nicht um Fancies, also farbige Diamanten, sondern weiße Diamanten im Bereich zwischen L und N auf der Farbskala, deren Farbton durch die schiere Größe besonders eindrucksvoll zu Tage tritt. Insgesamt umfasst die Kollektion 23 Diamanten, insgesamt mehr als 1700 Karat.

Sie möchten selbst Diamanten kaufen, lose oder in Schmuck gefasst? Das Expertenteam von BAUNAT freut sich darauf, Sie ausführlich beraten zu dürfen!

Share on:
FABIENNE RAUW