• Die spannende Geschichte des berühmtesten Diamanten der Welt

Der Koh-i-Noor stammt ursprünglich aus Südasien und gehört zu den größten Diamanten weltweit, ursprünglich im indischen Schliff geschliffen und später mit einem ungewöhnlichen ovalen Brillantschliff versehen. Angeblich wurde er von den britischen Kolonialherren geraubt und nach London verfrachtet. Seitdem fordert vor allem Indien den Koh-i-Noor von der Queen zurück. Es haben sich jedoch noch andere Länder gemeldet, die Ansprüche auf den Diamanten geltend machen wollen.

Der Koh-i-Noor in der Krone der Queen

Der Koh-i-Noor hat ein Gewicht von 109 Karat und ist seit 1937 ein Bestandteil der englischen Staats-Krone. Da er zu den größten bekannten Diamanten weltweit gehört, befindet sich der Koh-i-Noor derzeit im Londoner Tower, unter den Kronjuwelen von Königin Elisabeth. Sein Platz innerhalb der britischen Staatskrone ist im unteren Teil des Maltesischen Kreuzes oberhalb des Bandes, welches ebenfalls mit vielen Edelsteinen ausgefüllt ist. Er gilt als unbezahlbar, Experten schätzen seinen Wert auf mindestens eine Milliarde Euro, wahrscheinlich sogar mehr. Dabei ist er nur eines von vielen Juwelen im Besitz des englischen Könighauses.

Südasien fordert den Diamanten zurück

Derzeit sind in Indien wie auch in Pakistan sowie London gerichtliche Verfahren im Gange, die die Rückführung des Koh-i-Noor einleiten sollen. Die Verfahren wurden von privaten Personen und NGOs, Nichtregierungsorganisationen, initiiert.

Die Briten erhielten den kostbaren Koh-i-Noor 1849 vom damals 14-jährigen Daleep Singh, dem Sohn des Maharadschas Ranjit Singh. Der Herrschaftssitz des Maharadschas lag damals in Lahore, das Teil von Pakistan ist. Gefunden wurde der Diamant wahrscheinlich vor etlichen Jahrhunderten in Andhra Pradesh, eine Region Südindien, der genaue Fundort lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren.

Geschichte des Koh-i-Noor - Intrigen, Verrat und Raub

Der Koh-i-Noor, aus dem Persischen übersetzt „Der Berg des Lichts“, gehört zu den berühmtesten Edelsteinen weltweit. Indien und Pakistan fordern den Diamanten heute zurück, ein Streit, bei dem es vor allem um politische Symbolik geht.

Der Ursprung sowie die geschichtliche Entwicklung des Edelsteins erzählen wesentlich mehr, als es sämtliche Abhandlungen über Südasien können. Es geht hierbei um Verrat, Raub und Intrigen. Allerdings auch um einen besonderen Fluch: Sämtliche männlichen Besitzer/Träger des Koh-i-Noor soll ein leidvolles Schicksal treffen. Und wirklich wurden die bisherigen männlichen Träger entweder aus dem Amt geputscht, gefoltert und ermordet, geblendet oder sie starben an Schlaganfällen oder sogar der Cholera.

Die Klage gehört anscheinend der Vergangenheit an

Indien zeigt nun allerdings Einsicht: Erst wurde die britische Queen Elisabeth II. von ihrer damaligen Kolonie Indien auf die Rückgabe des Koh-i-Noor Diamanten verklagt. Was sich im ersten Moment wie eine typisch tiefschwarze britische Komödie anhört, ist für Indien bitterer Ernst. Die Initiative zur Rückführung des Koh-i-Noor sagt dazu, dass der Diamant nicht nur 109 Karat wiegt, er gehört auch zur Geschichte des indischen Staates und sollte deshalb unbedingt zurückgegeben werden.

Nun sind jedoch einige ungewisse Monate ins Land gegangen und der indische Anwalt zeigt sich einsichtig. Auch der Staat Indien gibt klein bei und erklärt, dass der Koh-i-Noor im 18. Jahrhundert als Geschenk an Großbritannien überreicht wurde. Ranjit Singh soll den Diamanten freiwillig ausgehändigt haben, als Dank für Unterstützung bei den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Sikh. Der Koh-i-Noor ist somit kein entwendetes Objekt!

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GUDRUN MALIK