Features:
-
Kategorie:
-
Geposted um:
-
Autor:
- Fabienne Rauw
-
BAUNAT Antwerpen
-
Lesezeit:8 Minuten
In diesem Artikel:
Ehen und Verlobungen: Wie abergläubig sind Sie?
Aberglaube ist so alt wie die Menschheit. Auch Ehen und Verlobungen entgehen ihm nicht. Im Allgemeinen glaubt man, man müsse besser aufpassen wenn Sie später eine fruchtbare und freudige Ehe genießen wollen. Selbst um den Ehering und Verlobungsring ranken Sie sich Legenden und unheilvolle Prognosen. Wie bei jedem Aberglauben entbehren alle diese Mythen jeglichem wissenschaftlichem Beweis, dennoch wollen wir Ihnen die häufigsten Aberglauben rund um die Ehe und Verlobung nicht vorenhalten.
Zusammenfassung lesen
Wie beeinflusst Aberglaube moderne Hochzeits- und Verlobungstraditionen?
Hochzeiten und Verlobungen sind seit jeher von verschiedenen abergläubischen Vorstellungen geprägt. Viele dieser Traditionen haben sich über Jahrhunderte in unterschiedlichen Kulturen entwickelt und werden teilweise bis heute befolgt. Zum Beispiel soll ein Heiratsantrag in der Kirche Unglück bringen, ebenso wie das Selbstnähen des Brautkleides. Das Werfen von Reis symbolisiert Fruchtbarkeit, kann aber dem Aberglauben nach auch Pech bringen, wenn er ins Auge des Brautpaares gelangt.
Besonders viele Mythen ranken sich um die Ringe selbst. Ein verlorener oder zerbrochener Ehering soll beispielsweise das Ende der Liebe bedeuten. BAUNAT empfiehlt jedoch, sich von solchen Überlieferungen nicht verunsichern zu lassen, denn das Glück einer Beziehung hängt von den Partnern selbst ab, nicht von alten Legenden.
Empfohlener Schmuck
.
Kurz zur Ehe in Deutschland heute
In Deutschland hat sich das Bild der Ehe in den letzten Jahrzehnten gewandelt: Menschen heiraten später, oft nach längeren Partnerschaften, und seit 2017 gibt es die Ehe für alle. Statistikbehörden wie Destatis dokumentieren diese Entwicklungen und die Zahl der Eheschließungen pro Jahr. Diese Veränderungen erklären, warum traditionelle Bräuche heute unterschiedlich interpretiert oder angepasst werden - moderne Paare entscheiden bewusst, welche Rituale für sie wichtig bleiben.
Sprachliche Anmerkung: abergläubig oder abergläubisch?
Beide Formen sind im Deutschen gebräuchlich, aber in der modernen Schriftsprache hat sich »abergläubisch« als die üblichere Form etabliert. Etymologisch leiten beide Formen vom Substantiv »Aberglaube« ab; die Endung -isch ist bei Adjektiven produktiver. Duden und gängige Nachschlagewerke führen »abergläubisch« als Standard, verwerfen »abergläubig« jedoch nicht. Beispiel: Man hört häufiger »Sie ist sehr abergläubisch«, seltener »Er ist abergläubig«. Für redaktionelle Texte empfiehlt sich die Form »abergläubisch«.
Was sollten Sie dem Aberglauben nach vermeiden?
Ob es häufig vorkommt, wissen wir nicht, aber Ihrer Freundin einen Heiratsantrag in der Kirche machen, bringt selber dem frommsten Chorknaben Unglück. Auch Frauen, die der Name Ihres Ehemannes übernehmen und diesen Namen noch vor der Hochzeit aufschreiben, können Jahre des Unglücks erwarten. Bräute die selber ihr eigenes Hochzeitskleid anfertigen? Sie haben auf jeden Fall keine Chance auf eine glückliche Ehe.
Die Italiener gehen noch einen Schritt weiter. Haben Ihre Füße einmal einen Besen berührt? Dann können Sie es völlig vergessen und werden Sie nie eine Verlobung oder Hochzeit erleben. Sie werden für immer unverheiratet bleiben und höchstens einen Single Verlobungsring am Finger tragen
Aber es gibt auch etwas Positives zu sagen. Im viktorianischen Zeitalter glaubte man zum Beispiel dass es jemandem Glück bringt, die Trauringe während der Zeremonie fallen zu lassen. Dies verjagte in der Regel mit Erfolg die bösen Geiste. Das galt ebenfalls für den Brautschleier, der die Peiniger auf Abstand halten musste.
Achten Sie auf Reis bei einer Hochzeit
Reis werfen bei einer Hochzeit ist auch in unseren Regionen eine beliebte Tradition. Sie stammt aus dem Osten und würde einem frisch verheirateten Paar Fruchtbarkeit schenken. Aber Achtung: Gelangt ein Ihrer Reiskörner ins Auge der Braut oder des Bräutigams? Dann sind Sie leider angeschmiert, weil auch dies Unglück bringt.
Sie sehen, selbst die beste Planung der Hochzeit und eine gewissenhafte Vorbereitung der Verlobung und des Heiratsantrag schützen nicht vor der Fülle an Aberglauben, die sich in unterschiedlichen Kulturen über viele Jahrhunderte etabliert haben.
Aberglauben rund um den verlorenen Verlobungsring oder Ehering
Angeblich negative Omen, die sich um die Ringe zur Verlobung und Heirat ranken, gibt es in mannigfaltigen Varianten. Sollte der Ehering oder Verlobungsring verloren gehen oder zerbrechen, soll angeblich auch die Liebe erkalten oder in die Brüche gehen. Lassen Sie keinesfalls jemanden anders den eigenen Ring aufstecken, zumindest nicht wenn Sie abergäubisch sind, denn das ist angeblich ein Garant für Untreue in der Beziehung.
Sehen Sie es sportlich, lassen Sie sich von alten Mythen und angeblichen Unglückszeichen nicht die Freude verderben, denn wie glücklich Ihre Beziehung in Zukunft sein wird, haben Sie selbst in der Hand. So traurig es wäre, ein liebgewonnenes Erinnerungsstück wie den Verlobungsring oder Ehering zu verlieren, über die Qualität Ihrer Beziehung sagt ein solches Malheur nichts aus.
Abergläubig oder nicht: Das erste Element einer erfolgreichen Ehe ist ein atemberaubender Diamant. In der E-Boutique von BAUNAT finden Sie ein wunderschönes Sortiment an Verlobungsringen in vielfältigen Farben und Kreationen. Immer zum besten Preis auf dem Markt, denn BAUNAT verkauft Ihr Schmuck nur online. Lassen Sie sich von unseren Experten beraten.
Die häufigsten Hochzeits‑Aberglauben und ihre Herkunft
1) Heiraten im Mai bringt Unglück
Bedeutung: Der Glaube besagt, dass Ehen im Mai weniger glücklich seien. Ursprung: Wahrscheinlich hängt die Vorstellung mit landwirtschaftlichen Zyklen und kirchlichen Kalenderregeln zusammen, nach denen bestimmte Feiern im Frühling als unpassend galten. Moderner Tipp: Heiraten Sie, wann es für Sie passt - das Datum allein entscheidet nichts über Ihr Glück.
2) Etwas Altes, Neues, Geliehenes und Blaues
Bedeutung: Vier Gegenstände sollen der Braut Kontinuität, Zukunft, Freundschaft und Treue symbolisieren. Ursprung: Brauch aus England im 19. Jahrhundert, verbreitet durch viktorianische Etikette. Moderner Tipp: Wählen Sie Dinge, die Ihnen persönlich etwas bedeuten, statt sich an starren Regeln zu halten.
3) Polterabend und Scherben bringen Glück
Bedeutung: Zerbrochenes Porzellan gilt in manchen Regionen als Glückszeichen, die Anzahl der Scherben steht symbolisch für Glück. Ursprung: Heidnische Reinigungsrituale, bei denen Lärm böse Geister vertreiben sollte. Moderner Tipp: Feiern Sie den Polterabend gern, achten Sie aber auf Sicherheit und Nachbarschaft.
4) Münze(n) im Schuh oder im Brautkleid
Bedeutung: Eine Münze im Schuh soll finanzielles Glück bringen. Ursprung: Alte Volksbräuche, die materielle Sicherheit symbolisch festhalten wollten. Moderner Tipp: Ein symbolischer Glücksbringer ist nett, für den Alltag hilft konkrete Finanzplanung mehr.
5) Regen am Hochzeitstag = Glück
Bedeutung: Regen wird in vielen Kulturen als Reinigung und Zeichen für Fruchtbarkeit gedeutet und daher positiv gewertet. Ursprung: In agrarischen Gesellschaften war Regen lebensspendend, deshalb die günstige Deutung. Moderner Tipp: Planen Sie pragmatisch, genießen Sie die Atmosphäre - ein paar Tropfen machen Fotos oft sogar stimmungsvoller.
6) Die Braut über die Türschwelle tragen
Bedeutung: Das Tragen soll böse Geister vom neuen Heim fernhalten und die Ehe schützen. Ursprung: Mischung aus Schutzritualen und praktischer Sorge, dass die Braut nicht stolpert. Moderner Tipp: Wenn es sich für Sie richtig anfühlt, ist es ein schöner symbolischer Akt; sonst ist es reine Tradition.
7) Henna/Mehndi (Indien und Südostasien)
Bedeutung: Henna-Muster auf Händen und Füßen symbolisieren Glück, Schönheit und Schutz. Ursprung: Jahrtausendealte Traditionen auf dem indischen Subkontinent mit kultureller und religiöser Bedeutung. Moderner Tipp: Mehndi ist heute oft auch ästhetisch; übernehmen Sie den Brauch respektvoll und verstehen Sie seine Herkunft.
8) Roter Schleier / rote Brauttraditionen (China)
Bedeutung: Rot steht für Glück, Wohlstand und Schutz vor bösen Geistern; darum sind rote Brautkleider und Schleier verbreitet. Ursprung: Langjährige chinesische Farbensymbolik. Moderner Tipp: Farbwahl kann kulturelle Bedeutung haben - integrieren Sie solche Elemente bewusst und respektvoll.
9) Brot und Salz als Geschenk
Bedeutung: Brot symbolisiert Nahrung, Salz steht für Beständigkeit; zusammen wünschen sie dem Paar ein gesichertes Leben. Ursprung: Zentraleuropäische Gastfreundschaftsriten, schon im Mittelalter dokumentiert. Moderner Tipp: Das Geschenk ist eine nette Geste; es zeigt Verbundenheit, ersetzt aber keine gemeinsame Planung.
10) Schuhversteigerung / Schuhklau bei der Hochzeit
Bedeutung: Mancherorts wird der Schuh der Braut versteigert oder gestohlen, um Geld für das Paar zu sammeln oder Spielchen zu treiben. Ursprung: Volksrituale zur Übergabe von Verantwortung und als scherzhafte Mitgift. Moderner Tipp: Wenn Sie solche Bräuche mögen, legen Sie klare Regeln fest, damit sich niemand unwohl fühlt.
11) Trauring fallen lassen
Bedeutung: Früher wurde das Fallenlassen der Ringe als Mittel gesehen, böse Geister fernzuhalten. Ursprung: Viktorianische und ältere Rituale zur Abwehr von Unglück. Moderner Tipp: Ein Malheur sagt nichts über die Qualität Ihrer Beziehung; Ringe sind Symbole, keine Schicksalsträger.
-
Fabienne Rauw
-
BAUNAT Antwerpen
-
.
.





































