Der moderne Verlobungsring hat eine Geschichte, die bis zurück zu den alten Ägyptern reicht. Damals trugen Frauen bereits einen einfachen Metallring um den linken Ringfinger. Die Bedeutung ergibt sich aus dem Gedanken, dass durch diesen Finger eine Vene läuft, die direkt mit dem Herzen verbunden ist. Der Ring hatte damals auch noch einen sehr pragmatischen Grund, er wurde als eine Art Empfangsbestätigung für die Mitgift des Vaters der Braut überreicht.  Im Laufe der Geschichte erlebte dieses ultimative Liebessymbol vielfältige Transformationen bis zur aktuelle Generation von diamantenen Verlobungsringen.

Die Geschichte des Verlobungsrings im Mittelalter

Bei den meisten Historikern herrscht Einheit darüber, dass die Tradition der  Verlobten einen Diamantring zu verschenken in 1477 erstand. In diesem Jahr gab Erzherzog Maximilian von Österreich Maria von Burgund einen goldenen Ring mit dem Buchstaben M ausgearbeitet in kleinen Diamanten. Es war der erste Verlobungsring in der Geschichte, der primär als Schmuckstück und wertvolles Geschenk, das Zuneigung und Liebe ausdrücken soll, gedacht war.

Die Geschichte des Verlobungsrings vom 16. bis 18 Jahrhundert

Shakespeare verwies in vielen Spielen auf Verlobungsringe aus Silber oder Gold, sondern auch der Ehering wurde thematisiert. In dieser Zeit war es üblich, einen romantischen Text auf der Innenseite der beiden Ringe zu gravieren. Der Ring wurde als Symbol dafür, dass der Mann zu seiner künftigen Frau steht, gesehen. Ein bindendes Versprechen.

Die Geschichte des Verlobungsrings im 19. Jahrhundert

In England wird die viktorianische Ära als eine romantische Periode betrachtet, im deutschsprachigen Raum ist die Zeit zwischen dem Wiener Kongress 1815 bis etwa 1848 aus als Biedermeier bekannt . Königin Viktoria liebte Ihren Ehemann Albert sehr, was bei königlichen Ehen selten war, die oft aus politischen, diplomatischen oder wirtschaftlichen Gründen organisiert wurden und dem Machterhalt einzelner Adelsgeschlechter dienten. Viktorianische Verlobungsringe zeigen oft üppig gestaltete und romantische Motive wie Herzen, Schleifen, Blumen, usw., reich mit Diamanten und anderen Edelsteinen besetzt. Derzeit sind diese Modelle wieder sehr beliebt, sie sind ein echter Blickfang und vermitteln die Romantik vergangener Zeiten.

Historischer Art Deco Verlobungsring

Die Geschichte des Verlobungsrings Anfang des 20. Jahrhunderts

Während der edwardianischen Zeitära wurden Verlobungsringe eine allgemein akzeptierte soziale Gewohnheit. Es war eine Zeit des Wohlstands und eine wachsende Mittelschicht in vielen Teilen von Europa und Amerika, also immer mehr Menschen konnten sich edlen Schmuck leisten.

Im deutschsprachigen Raum ist diese Epoche nach der Inthronisation von Eduard dem Siebten  besser bekannt als Jugendstil. Nur wenige Zeitalter in der Geschichte hatten einen so starken und nachhaltigen Einfluss auf das Design von Schmuck, Jugendstil Verlobungsringe zählen heute neben dem klassischen Solitärring zu den beliebtesten Modellen überhaupt.

Die Geschichte des Verlobungsrings um 1920-1930

Im Vergleich den verspielten Ringen des Jugendstil, die häufig florale und in sich verschlungene Muster aufwiesen, waren die Verlobungsringe der 20er und 30er Jahre weniger weiblich und geometrischer, die Stilepoche wird als Art Deco bezeichnet. Verlobungsringe bestanden vor allem aus Platin oder Weißgold wurden reichlich mit Diamanten und anderen Edelsteinen besetzt, wie Rubine und Saphire.

Die Geschichte des Verlobungsrings um 1960-1970

In den 60er Jahren begannen die Hollywood-Stars ihre diamantenen Verlobungsringe der Presse und Weltöffentlichkeit zu präsentieren, ein Trend der bis heute Bestand hat wurde geboren. Damals wie heute wurde Understatement in der Film- und Musikindustrie nicht als Tugend gesehen, vielmehr galt: Je größer die Diamant, je spektakulärer und auffälliger der Ring, desto besser. So bekam Elizabeth Taylor von Richard Burton einen Diamanten von nicht weniger als 33 Karat an den Finger gesteckt, gegen den selbst der 18 Karat schwere und 4,5 Millionen Dollar teure Verlobungsring von Beyoncé Knowles aus dem Jahr 2006 klein wirkt. In den 70er Jahren entstand dann der Prinzessschliff, eine schöne Alternative zum klassischen Brillianten.

Die Geschichte des Verlobungsrings von 1990 bis heute

In den letzten Jahrzehnten gibt es nicht wirklich ein spezifisches Modell, das besonders prägend für diese Zeit war. Das Internet ermöglicht Paare Zugriff zu einer Vielzahl von Informationen über Verlobungsringe. Männer kaufen am besten einen Verlobungsring, der zum Stil und Geschmack ihrer Liebsten passt, ob nun modern oder eher im Vintage Stil, alles ist möglich.

Wer sich unsicher ist, kann aber mit einem Klassiker sicher nichts verkehrt machen: Dem Solitär Ring, schlicht und elegant krönt ein einzelner Diamant den Ring.

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FABIENNE RAUW