·         Pro und Contra von 3D Druck bei der Schmuckherstellung

Ein einzigartiger, filigraner Anhänger, verwobene naturalistische Formen oder der Name der oder des Geliebten in edler Schrift, alles in Silber, Gold, Titan oder Platin. Die Wünsche nach selbst entworfenem Schmuck können heutzutage durch innovative 3-D-Drucker in Erfüllung gehen. Derart filigrane Objekte beziehungsweise Kunstwerke sind oft selbst für erfahrene Juweliere schwierig oder gar nicht zu realisieren. Hierfür sind 3-D-Drucker eine interessante Alternative.

Schmuck, der im 3D Druck angefertigt wird, hat es im Handel weltweit schwer

Doch die Technik des 3D-Verfahrens hat noch einen Haken. Verbraucher haben den Hype dieser innovativen Technologie noch nicht akzeptiert. Nicht ohne Grund, denn im Gegensatz zu traditioneller Handwerkskunst, mit der jedes Schmuckstück ein liebevoll gefertigtes Unikat wird, hat der 3D Druck eher das Flair maschineller Massenproduktion. Die Preise für einzelne Schmuckstücke aus dem 3D Drucker befinden sich derzeit noch auf einem zu hohen Niveau. Allerdings können Sie bei den online Anbietern vielfältige Kollektionen finden, die die neuen Möglichkeiten dieser Technologie aufzeigen.

Laut der Anbieter von Schmuck aus dem 3D Drucker sollten hiermit in erster Linie Schmuckliebhaber angesprochen werden, die ihre Schmuckstücke selbst kreieren und anschließend ausdrucken wollen. Allerdings war die Nachfrage doch zu gering. Die Unternehmer der Branche sind der Meinung, dass es sich hier wie in der Modewelt verhält: Kunden wollen von namhaften Experten designten Schmuck tragen und keine Entwürfe aus eigener Hand, auch weil die Umsetzung selbst mit dem 3D Druck auf Grund der bei Schmuck verwendeten Materialien schnell an ihre Grenzen stößt.

Aus diesem Grund haben sich einige Unternehmen darauf spezialisiert, bereits bekannten Persönlichkeiten, wie z. B. Models, YouTube Stars sowie Designern, die zum Teil über Millionen Fans innerhalb der sozialen Netzwerke verfügen, mittels 3D Drucker zur Umsetzung ihrer eigenen Kollektionen zu verhelfen.

Handelsketten als Konkurrenz für 3D Drucker

Die Unternehmen, die sich eigentlich auf das Drucken von Schmuck spezialisiert hatten, setzen ihre Hightech Geräte inzwischen auf anderen Gebieten ein. Es wurden 3D-Druck-Partner gewonnen, die sich außer in deutschen Schmuckhochburgen, auch in den USA sowie Hongkong befinden. Hier wird der Schmuck nicht produziert, sondern es werden mittels 3D Drucker schnell Formen und Muster angefertigt, nach deren Vorlage der Schmuck letztendlich gegossen, geschmiedet und angefertigt wird.

Auf diese Art lassen sich schnelllebige Trends unmittelbar aufgreifen, wobei selbst bisher schwierigste Designs verwirklicht werden können. Trotz allem sehen Unternehmen 3D-Schmuck, den Kunden selbst entworfen haben, bislang noch als Nische auf dem Weltmarkt.

Völlige neue Designs sind nun möglich

Der gleichermaßen anspruchsvolle und extravagante Schmuck-Druck aus edlem Metall funktioniert aus technischer Sicht mit dem sogenannten DMLS (Direct Metal Laser Sintering). Hierbei entsteht mittels Laserstrahl Schicht um Schicht, bis das Schmuckstück fertiggestellt ist, man spricht von einer additiven Fertigung. Das Unternehmen EOS in Krailling bei München gilt derzeit als führend in der Herstellung von 3D-Druck Maschinen.

Das Unternehmen arbeitet zudem mit der Automobilindustrie, Luftfahrt, Medizintechnik sowie der Lifestyle- und Schmuckbranche zusammen. In den Vitrinen der Ausstellungsräume EOS finden Sie unter anderem Zahnprotesen, Einspritzdüsen für Triebwerke und filigrane Schmuckstücke.

Leichter und günstiger - 3D-Druck Schmuckstücke

Schmuckstücke aus dem 3-D-Drucker basieren auf einer digitalen Datei. Die einzelnen Designs können aufgrund definierter Hohlräume wesentlich kostengünstiger, leichtgewichtiger und vor allem schonender für sämtliche Ressourcen angefertigt werden. Hier liegt auch ein gewisser Nachteil, denn im Gegensatz zur klassischen Herstellung entstehen durch die Hohlräume auch strukturelle Schwachstellen, die sich negativ auf die Widerstandsfähigkeit des Schmucks auswirken können.

Mittels 3D Drucker lassen sich ebenso spezielle Design-Ideen, wie z.B.  bewegliche und hohle Kreationen, realisieren, die durch herkömmliche Arbeitsweisen nicht möglich wären. Bei der Massenproduktion scheitert das Verfahren dagegen derzeit noch an den hohen Kosten.

Insgesamt ist der 3D Druck eine interessante Innovation, die den Schmuckmarkt bereichert, aber auch auf lange Sicht nicht als Ersatz für das traditionelle Juwelierhandwerk zu sehen ist.

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JOHANNA BAUMGARTNER