Wie hat sich der Brillantschliff im Laufe der Geschichte entwickelt?
Der Brillantschliff, wie wir ihn heute kennen, hat eine faszinierende Entwicklungsgeschichte. Während Diamanten ursprünglich nur entlang ihrer natürlichen Bruchflächen gespalten wurden, begann man im 14. Jahrhundert mit dem Punktschliff. Der erste bekannte Verlobungsring mit dieser Schliffart gehörte Maria von Burgund. Später entwickelte sich der Tischspanschliff und im 16. Jahrhundert der Rosenschliff, die jedoch beide noch wenig Brillanz zeigten.
Den entscheidenden Durchbruch brachte der Antwerpener Marcel Tolkowsky 1919. Durch seine mathematischen Berechnungen zur Lichtbrechung entstand der moderne 57-Facetten-Brillantschliff, der heute als Standard gilt. Diese Entwicklung macht den Weißgold-Ring mit Brillant zu einem besonders beliebten Verlobungs- und Ehering, da kein anderer Schliff eine vergleichbare Brillanz erzeugt.