Kaum eine Woche vergeht, in der die digitale Währung Bitcoin neue Rekordmarken bricht, zwischenzeitlich notiert der Wert sogar über dem von physischem Gold. Was ist dran an der verschlüsselten Währung aus Bits und Bytes, ist sie wirklich eine alternative zur langfristigen und sicheren Geldanlage?

Die Geschichte der Bitcoin in wenigen Sätzen

Als Urvater der Kryptowährung gilt der Japaner Satoshi Nakamoto, der genau die Nutzung von Peer-to-Peer Netzwerken, wie sie auch zum Tausch von Dateien, das Filesharing, genutzt werden, zur Erstellung von Bitcoins beschrieb. Der als Mining bezeichnete Vorgang, bei dem die Währung erzeugt wird, wurde vom ihm zum ersten Mal durchgeführt, der sogenannte Genesis Block war geboren.

Seit dieser Zeit ist der Erfolg von Bitcoin ungebrochen, immer mehr Händler akzeptieren Zahlungen in der virtuellen Währung, immer rasanter steigt der Kurs, immer einfacher der Handel und die Übertragung. Die Zeiten in denen die Wechselkurse wie auf einem Basar persönlich auf Foren ausgehandelt wurden sind vorbei, die Preisermittlung erfolgt heute über professionelle Plattformen.

Der größte Vorteil der Bitcoin, ist auch gleichzeitig ihr größter Nachteil, denn mangels staatlicher Regulierung oder Kontrollmöglichkeiten, steht die Kryptowährung seit Anbeginn in dem Ruf, vor allem dubiosen Geschäftsleuten, Steuerhinterziehern und Kriminellen als anonymes Zahlungsmittel zu dienen, mit dem sich problemlos große Summen weltweit verschieben lassen.

Die Bitcoin als Alternative zu Gold?

Gold ist ein Material, das Menschen seit Jahrtausenden fasziniert, es dient als Schmuck, z.B. als edles Goldarmband, als Zahlungsmittel und war schon immer ein Symbol für Wohlstand und Status. Bis in die 1970er Jahre waren sogar viele Währungen, abseits der staatlichen Garantie, zusätzlich durch entsprechende Goldbestände der Zentralbanken gedeckt. Der Goldpreis ist Gradmesser für die weltwirtschaftliche Stimmung, je größer die Unsicherheit, desto eher steigt der Goldpreis, in wirtschaftlichen Aufschwungphasen hingegen setzten Investoren oft lieber auf renditestärkere Anlagen wie Aktien.

Wie kann Bitcoin im Wert steigen, wenn sie selbst erzeugt werden können? Ganz einfach: Der Aufwand einen Bitcoin zu generieren steigt immer weiter, so stieg die Zahl der Bitcoin von 2009 bis 2017 von 0 auf 16 Millionen insgesamt, bis 2025 werden aber weniger als 4 Millionen hinzukommen, von 2025 bis 2033 nur noch knapp 2 Millionen. Die Risiken liegen vor allem in der Nutzung, denn der Wert bestimmt sich rein durch die Nachfrage als Zahlungsmittel, losgelöst von wirtschaftlichen Entwicklungen, ist somit nicht prognostizierbar und sehr volatil. Eine weitere Unwägbarkeit ist die Sicherheit, denn auch wenn vielfältige Möglichkeiten zur sicheren Aufbewahrung existieren, sind umfassende Technikkenntnisse nötig, um sie wirklich sicher zu verwahren. Bei Diebstahl besteht keinerlei Chance, sie zurückzubekommen, alle Transaktionen sind irrreversibel.

Eine Frage der eigenen Risikobereitschaft

Egal ob Bitcoin, Gold, Aktien oder Immobilien, letztendlich ist es eine Frage der eigenen Risikobereitschaft, welche Anlageform gewählt wird. Wer auf Bitcoin setzt, konnte in der Vergangenheit enorme Renditen erzielen, was aber nicht bedeutet, dass die Rally ewig weitergeht. Wer kein Freund hoher Volatilität ist und statt Spekulation lieber auf bleibende Werte setzt, findet in Gold eine interessante Anlageform. Ganz nebenbei auch eine, die nicht nur in digitaler Form vorliegt, sondern als Schmuck getragen werden kann.

Sie wollen sich beraten lassen? Das BAUNAT Team steht Ihnen für Fragen und Hilfe bei der Auswahl Ihres Schmuckstücks aus Gold, besetzt mit Diamanten, sehr gerne, über verschiedene Kanäle, zur Verfügung

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FABIENNE RAUW