• Was versteht man unter Altschliff?
  • Warum ist ein Diamant mit Altschliff günstiger?
  • Welche Altschliffe gibt es?

Diamanten mit Altschliff sind wieder da, obwohl sie niemals wirklich weg waren. Diese stilvolle Art von Diamanten ist perfekt für die romantischen und nostalgischen Seelen unter uns. Aber warum gibt es einen Preisunterschied zur modernen Version? BAUNAT erklärt.

Was versteht man unter Altschliff?

Als Altschliff (Old European Cut) werden alle Formen des Diamantschliffs bezeichnet, die im Vorfeld des derzeit so populären Brillantschliffs existierten. Es handelt sich also um die allerersten Schliffe, die entworfen wurden. Natürlich unterscheiden sie sich sehr von den heutigen Schliffen, wobei wissenschaftlich untersucht wird, wie die schönsten Aspekte eines Diamanten am besten hervorgebracht werden können. Immer mehr Menschen entscheiden sich für Diamanten im Altschliff, aus einer Art nostalgischem Gefühl heraus, und aus Interesse an diesem alten Handwerk.

Warum ist ein Diamant mit Altschliff günstiger?

Der Preis eines Diamanten im Altschliff ist deutlich niedriger als bei Diamanten, die nach modernen Techniken geschliffen werden, wobei runde Diamanten im Brillantschliff 57 Facetten aufweisen, mit der Spitze sind es 58. Dieser Schliff ist der am meisten nachgefragteste und beliebteste Schliff. Der Altschliff bringt den Diamanten weniger zum Glänzen und Funkeln. Das Feuer im Diamanten fehlt.

Wenn Sie möchten, dass Ihre Diamanten schön glänzen, dann ist der Altschliff nichts für Sie. Möchten Sie Ihrem Schmuck einen romantischen und antiken Look verleihen? Dann können Sie sicherlich einen Diamanten mit Altschliff in Betracht ziehen.

Welche Altschliffe gibt es?

  • Spitzschliff: Der Ursprung des Altschliffs liegt im 14. Jahrhundert. Zuvor wurden Diamanten in ihrer natürlichen Oktaeder-Form belassen. Beim Spitzstein hat man die 8 Seiten des Oktaeders poliert, so dass der Stein etwas besser funkelte.
     
  • Tafelschliff: Im 15. Jahrhundert wurde der Spitzschliff weiterentwickelt zum Tafelschliff. Dabei wurden die beiden Spitzen, oben und unten, entfernt. Der Gürtel bzw. die Rundiste (der Teil, wo der Diamant am breitesten ist) war vorher viereckig und wurde nun mit acht Ecken etwas ausgefeilter.
     
  • Rosenschliff: Ebenfalls im 15. Jahrhundert entstand der Rosenschliff. Dieser hat 3 bis 24 Facetten. Den Namen erhielt dieser Schliff aufgrund des nun fast vollständig fehlenden Unterteils und der gewölbten Krone, welche der Blüte einer Rose ähnelt. Diese Schleifform erfreute sich während der Gregorianischen und Viktorianischen Zeit großer Beliebtheit.
     
  • Mazarin Schliff: Dieser entwickelte sich im 17. Jahrhundert. Eigentlich spricht man vom Zweifachen Gut, wobei die Bezeichnung Mazarin Schliff vom gleichnamigen Minister Ludwigs XIII. stammt. Dieser Schliff kann mit dem heutigen Cushion Cut verglichen werden, da er einen viereckigen Gürtel mit abgerundeten Ecken kombiniert. Der Mazaring Schliff hat eine sehr hohe Krone, eine kleine Tafel und häufig eine sehr große, flache Kalette.
     
  • Peruzzi Schliff: Vinzent Peruzzi, ein venezianischer Edelsteinschleifer, fügte weitere Facetten hinzu, so dass es der Peruzzi-Schliff auf 32 Facetten auf der Oberseite und 24 Facetten auf der Unterseite bringt.
     
  • Europäischer Altschliff: Bei diesem Schliff die Rundiste zwar noch nicht ganz rund, nähert sich dieser Form jedoch immer mehr an. Aufgrund der 58 Facetten kann er als Vorläufer des modernen Brillanten gesehen werden. Er wurde um 1900 herum entworfen und wird auch als Jugendstil-Diamant bezeichnet.

Bei BAUNAT haben wir ein fantastisches Team von Designern, die Ihnen mit Freude helfen, Ihren eigenen Ring, mit einem Altschliff-Diamanten Ihrer Wahl, zu einem unvergleichlichen Diamantpreis, zu kreieren. Der Ring wird komplett in Antwerpen entworfen und handgefertigt, wobei Sie über Schritte des Prozesses stets informierte werden. Lassen Sie sich von unseren Schmuckexperten beraten!

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FABIENNE RAUW