• Wie entstehen Diamanten und was bestimmt ihre Qualität?
  • Was ist die Mohs-Skala für die Härte von Mineralien wie Diamanten?
  • Wie kann es zur Beschädigung von Diamanten kommen?

Diamanten sind hart, aber nicht immer hart genug! Diamant ist die härteste Substanz, die der Mensch kennt, doch das bedeutet nicht, dass sie unbesiegbar oder unzerstörbar sind, auch wenn der vom griechischen „adámas“ abgeleitete Name es suggeriert. Deshalb müssen Sie auf Ihren Diamantschmuck achten, er ist robust aber es gibt Situationen, die selbst einen Diamanten an seine Grenzen bringen.

Wie entstehen Diamanten und was bestimmt ihre Qualität?

Es liegt an der besonderen Kombination aus chemischer Zusammensetzung, Kristallstruktur und Entstehungsprozess, der Diamanten zu dem macht, was sie sind. Diamanten wurde vor vielen Millionen Jahren tief unter der Erdoberfläche geboren.

Sie bestehen vollständig aus nur einem Element: Kohlenstoff. Das gleiche Material, aus dem auch Steinkohle besteht. Dieser ist tief unter dem Erdmantel bei rund 140 bis 190km Tiefe unterhalb der Erdkruste extremer Hitze und extremem Druck ausgesetzt. Die Entstehung erfolgt über einen Zeitraum von 1 bis 3,3 Milliarden Jahren, selbst die jüngsten bisher gefundenen Diamanten sind vor mehr als hundert Millionen Jahren entstanden. Der Diamant wird dann über einen anderen Prozess, eine Art vulkanischer Expressaufzug, die sogenannten Pipes, nahe an die Oberfläche befördert, wo ihn Menschen finden bzw. abbauen können.

Die Diamanten Qualität, im Sinne der Qualitätsbestimmung nach den 4C, wird durch den individuellen Entstehungsprozess bestimmt. Je nachdem, welche anderen chemischen Stoffe anwesend waren, wie der starke Druck genau auf den Kohlenstoff gewirkt hat, ob radioaktive Strahlung vorhanden, entstand ein anderer Diamant. Farbig oder farblos, mit vielen und starken Einschlüssen oder makellos, groß oder klein, die Palette ist so mannigfaltig wie die Natur.

Diamant guter Qualität in einem Verlobungsring an der Hand - BAUNAT

Was ist die Mohs-Skala für die Härte von Mineralien wie Diamanten?

Die Mohs-Skala für die Härte von Mineralien wurde nach ihrem Erfinder Friedrich Mohs benannt, ein deutscher Geologe, der diese Skala 1812 entwickelt hat. Sie charakterisiert die Kratzbeständigkeit eines Materials, indem die Fähigkeit eines härteren Materials, ein weicheres Material zu zerkratzen, bewertet wird.

Diamanten stehen als härtestes Material der Welt mit einem Wert von 10 von 10 ganz oben auf dieser Skala. Das bedeutet, dass Diamanten nur von anderen Diamanten zerkratzt werden können. Kein anderes natürliches Mineral kann Diamanten zerkratzen. Wie also sollten Diamanten beschädigt werden können?

Wie kann es zur Beschädigung von Diamanten kommen?

Die Entstehung von Diamanten durch starken Druck bestimmt auch ihre Kristallstruktur, beim Diamanten ist sie würfelförmig und isometrisch. Das bedeutet, dass die Kohlenstoffatome in allen Richtungen auf genau die gleiche Weise gebunden werden. Es handelt sich um ein sich wiederholendes Muster mit 8 Atomen, ein Bauplan der Natur der den Diamanten so widerstandsfähig  macht.

Nichtsdestotrotz kann ein Diamant, wenn er z.B. in einem bestimmten Winkel von einem Stahlhammer getroffen wird, in tausend Teile zerbrechen. Der Effekt ist ähnlich einem Gebäude bei einem starken Erdbeben, denn die Flexibilität, die nötig wäre um extreme Krafteinwirkungen abzufedern oder auszugleichen, fehlt dem Diamanten. Er kann nur zwei Dinge, dem Druck standhalten oder zerbersten, weil seine Struktur zerbricht.

Auch bestimmte Chemikalien können dem Diamanten trotz seiner Härte und Qualität etwas anhaben, denn Kohlenstoff bleibt auch in seiner schönsten Form Kohlenstoff. Aus diesem Grund können Diamanten sogar brennen, allerdings nur bei Temperaturen jenseits der 800 Grad Celsius, die ein normales Feuer nicht erreicht.

Tragen Sie Ihren Diamantschmuck nicht, wenn Sie harte manuelle Arbeit erledigen oder wenn Sie in Kontakt mit aggressiven chemischen Substanzen kommen. Wählen Sie möglichst Diamantschmuck, der bis zu einem bestimmten Maß die Kalette (Spitze) und Rundiste  (Gürtel) des Steins schützt, da dies die anfälligen Teile des Steins sind und durch täglichen Gebrauch am ehesten beschädigt werden können. Sie bilden die Punkte eines Diamanten, an denen eine einwirkende Kraft sich auf die geringste Fläche konzentriert.

Sie interessieren sich für hochwertigen Schmuck mit Diamanten? Die Experten für Diamantschmuck bei BAUNAT freuen sich darauf, Sie eingehend beraten zu dürfen und bei der Auswahl Ihres Schmuckstücks zu unterstützen!

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FABIENNE RAUW