• Was ist die übliche Punzierung in Schmuck in Deutschland?
  • Welche Punzen für Gold und Platin gibt es in Europa und der EU?

Wer ein Schmuckstück aus echtem Gold oder Platin näher betrachtet, findet meist an einer versteckten Stelle abseits des nach außen sichtbaren Bereichs, etwa innen in einem Ring aus Gelbgold, einen oder mehrere kleine Stempel die in das Edelmetall eingedrückt sind. Mit dem bloßen Auge erkennbar, lesbar meist nur mit einer Lupe. Was hat dieser Goldschmuck Stempel für eine Bedeutung?  Dieser Stempel bzw. die Prägung im Edelmetall, Goldschmuck oder dem Diamantring wird als Punzierung oder kurz Punze bezeichnet. Oft sind auch mehrere Stempel angebracht. Punziert werden nur Edelmetalle, also Gold, Silber und Platin.

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Es gibt keinen Diamanten Stempel oder eine Diamant Punze, die Stempelung bezieht sich immer ausschließlich auf das Edelmetall. Bei Diamanten gibt es teils eine Lasergravur auf dem Gürtel, der Rundiste, eine Nummer die auch im Diamantenzertifikat steht ausweist. Hierbei handelt es sich um eine Identifikationsnummer, man spricht nicht von Punze oder Punzierung. Diese Lasergravur ist per se kein besonderes Qualitätsmerkmal sondern wird lediglich auf Wunsch bei bestimmten gemmologischen Laboren zur Vereinfachung der Zuordnung von Diamant und Zertifikat verwendet.

Was ist die übliche Punzierung in Schmuck in Deutschland?

Gesetzlich vorgeschrieben ist die Angabe des Feingehalts des Edelmetalls in Tausendstel, bei einem Ring aus Gold mit einer eingeprägten 750 etwa beträgt der Feingoldgehalt 750/1000, was 75% entspricht. Die grobe Faustregel lautet: Je höher die Zahl, desto mehr Edelmetall ist enthalten, was sich auch auf den Wert auswirkt. Gold ist also nicht gleich Gold. Die hierzulande bei Schmuck geläufigen Stufen sind bei Gold 333, 585,750. Reines 999er Gold findet sich nur in Barren oder Münzen, da es sehr weich ist und daher nicht für die Schmuckherstellung von Goldschmuck geeignet. Bei Platin gibt es die Stufen 585, 750 und 950, wobei zur Schmuckherstellung fast ausschließlich 950 verwendet wird. Eine Schöne Übersicht sich bei der Scheideanstalt, dort sind auch übliche Zusammensetzungen verschiedener Legierungen übersichtlich aufgeführt.

„In Europa wird der Feingehalt fast ausschließlich in Tausendstel angegeben.“

Neben dem Feingehalt finden sich oft zusätzlich Herstellerpunzen, ein Symbol, welches eine klare Zuordnung zum Hersteller erlaubt. In Deutschland findet ausschließlich Eigenpunzierung statt, es existiert keine Kontrollinstanz oder offizielle Prüfstelle, die eine Gold Punze oder Platin Punze verifiziert.

Das ist aber auch nicht nötig, Fälschungen sind selten und wenn meist sehr Laienhaft gemacht. Trickbetrüger die das sog. Autobahngold, vergoldetes Messing, auf der Straße an ahnungslose Opfer verkaufen wollen verwenden meist die Schweizer Uhrenpunze. Bei dieser steht eingerahmt neben der Angabe des Feingoldgehalts in Karat darunter der Feingoldgehalt mit vorangestellter Null. Schon alleine die Machart verrät solche Gold Punzen, zudem sollte niemand, auch nicht um angeblich zu helfen, auf der Straße oder der Haustür Gold ankaufen.

Beim Juwelier, egal ob online oder offline, erwerben Sie immer Gold oder Platin, bei dem auch das drin ist was aufgestempelt wurde.

Anbringen einer Gold Punze - BAUNAT

Das Anbringen einer Punze in einem Ring. Für mehr Ringe, klicken Sie bitte das Bild.

Welche Punzen für Gold und Platin gibt es in Europa und der EU?

In anderen Ländern existieren teils ausführlichere Punzierungen, so findet sich etwa in England neben dem Feingehalt der Stempel zu zuständigen Testbehörde, z.B. ein Löwenkopf für die zuständige Stelle in London sowie ein eingeprägter Buchstabe, der das Herstellungsjahr ausweist. Man spricht von einer obligatorischen Punzierung, eine Prüfung durch eine staatlich anerkannte Prüfstelle ist Pflicht. Gleiches gilt z.B. für Frankreich und die Niederlande.

„Punzen können sich je nach Land stark unterscheiden.“

 In manchen Ländern, wie Belgien, Italien und Schweden existiert ein Hybridsystem, die Prüfung ist nicht vorgeschrieben, es gibt aber staatliche oder vom Staat beauftragte Stellen die eine solche Punzierung vornehmen bzw. Meisterstempel offiziell verleihen, mit einer besonderen gesetzlichen Qualitätsgarantie verbunden ist.

Auch die Feingehaltangabe ist teils unterschiedlich, im englischsprachigen Raum ist die Angabe von Karat statt Tausendstel üblich, abgekürzt mit k oder ct. 8 Karat entspricht 333, 14 Karat 585, 18 Karat 750 und 24 Karat 999 Gold.

„Der Feingehalt in Karat bei Edelmetallen ist keine Angabe bezüglich des Gewichts der Edelsteine, das ebenfalls in Karat gemessen wird.“

Diese Karat Angaben können verwirren, weil Karat auch eines der 4C bei Diamanten ist. Sie sind nicht zu verwechseln mit dem Karatgewicht bei Diamanten, ein Stempel im Diamantring weist nur den Feingehalt an Gold in der Ringschiene aus, das Zertifikat das Karatgewicht des Diamanten.

Zudem existieren in einigen Ländern Punzen, die ausweisen ob es sich um einen Exportartikel handelt, der für den Verkauf in einem anderen Land bestimmt ist. Noch komplexere und umfangreichere Schmuckstempel finden sich auf antikem Schmuck, auf Schmuckstücken aus dem 19. Jahrhundert finden sich nicht selten fünf bis sechs Punzen. Zur genauen Zuordnung existieren diverse Datenbanken im Internet, die auf antike Punzen spezialisiert sind.

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FABIENNE RAUW