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Diamant Erdnussbutter

Deutscher Geologe macht Diamant aus Erdnussbutter

Selber Diamanten anfertigen: Ein deutscher Geologe konnte diese Arbeit erledigen ... mit Erdnussbutter. Wie war dies möglich? Diamanten bestehen aus Kohlenstoffatomen, die tief unter der Erde durch enorme Hitze zusammengepresst werden. Auch Erdnussbutter ist reich an Kohlenstoffatomen und präsentiert sich als ein ideales Instrument um diesem extremen geologischen Prozess nachzubilden.

Mit seinem Experiment hofft Dan Frost, Geologe am Bayerischen Geoinstitut , einen besseren Einblick in die Evolution der Erde zu bekommen. Im Vergleich zu unseren Raumfahrtkenntnissen wissen wir aber ganz wenig über die Welt, die sich unter unseren Füßen befindet. Die elementare Geologie lehrt uns, dass die Erde in drei Schichten aufgeteilt wird: Der Kern, der untere und obere Erdmantel und die Erdkruste. Ihre genaue Zusammenstellung bleibt allerdings eine große Lücke in unseren menschlichen Kenntnissen. 

Diamant und das Entstehen der Erde

“Wenn wir besser die Entstehung der Erde begreifen möchten, sollen wir auch wissen aus welchen Elementen sie aufgebaut worden ist”, sagt Dan Frost, Geologe am Bayerischen Geoinstitut. “Ich bin vor allem interessiert am Interaktionsprozess zwischen dem inneren Teil des Planeten und der Erdkruste.”

Ein riesiger Diamantmantel unter der Erdkruste hat laut Frost die Erwärmung der Erde verlangsamt und die Evolution stark angetrieben. Diese Idee führte zum Bau eines kleinen Simulationsmantels in seinem Labor. 

Frost verwendete vor allem Gestein für sein Experiment. Aber während der Forschung entdeckte er auch das man synthetischen Diamanten anfertigen kann indem man Erdnussbutter unter extrem hohem Druck und Temperatur zusammenpresst. Nach ungefähr drei Wochen, kamen kleine Diamanten von ungefähr zwei à drei Millimeter groß zum Vorschein.

Kein Wettbewerb für den Diamantsektor

Werden Frost und sein Team jetzt ein zu befürchten Wettebewerber für den Diamantsektor? “Auf jeden Fall nicht, wir wollen nur kleine synthetische Diamanten anfertigen, die als effiziente Halbleiter in einem elektronischen Gerät dienen können”. Bevor Sie sich zum Küchenschrank wenden: Seine Forschung verläuft nicht immer gut. Kleine Explosionen sind demnach nicht ungewöhnlich. Also: don’t try this at home!

Autor: Maxine Schepens
Quelle: BAUNAT

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